5.3.2026

SEO – quo vadis?

Wie sich Suchmaschinenoptimierung entwickelt hat und was 2026 wichtig ist

Der Wandel im Suchverhalten

Traditionell ging es bei Search Engine Optimization (SEO) darum, auf den ersten Plätzen von Google gelistet zu werden, damit Nutzer die Website anklicken. Dafür optimierte man Inhalte mit Keywords, listete weiterführende Links und arbeitete an technischen Aspekten wie Ladezeiten.

Seit der breiten Einführung von generativen KI-Systemen hat sich die Art, wie Informationen gefunden werden, verändert: Suchende erhalten zunehmend direkte Antworten, ohne klassische Suchergebnisseiten zu durchstöbern. Systeme wie ChatGPT, Google AI Mode oder Perplexity synthetisieren Antworten aus verschiedenen Quellen und zeigen Ergebnisse, die nicht mehr nur aus verlinkten Webseiten bestehen.

Dieser Wandel zeigt, dass klassisches SEO allein nicht mehr ausreicht. Sichtbarkeit bedeutet heute nicht nur, auf Seite 1 von Google zu stehen, sondern in KI-Antworten oder generativen Ergebnissen erwähnt oder verlinkt zu werden.

Die drei Säulen moderner Optimierung:
SEO, AEO und GEO

Klassisches SEO bleibt weiterhin wichtig als Grundlage. Es erfordert: 

• gut strukturierte Inhalte
• passende Keywords
• technische Stabilität einer Website
• schnelle Ladezeiten und mobile Nutzung.

Diese Grundlagen machen Inhalte maschinell lesbar und relevant – ein notwendiger Schritt, um überhaupt von KI-Systemen berücksichtigt zu werden.

Answer Engine Optimization (AEO) zielt darauf ab, dass Inhalte direkt als Antwort auf eine Nutzerfrage angezeigt werden – zum Beispiel als prägnante Antwort auf Google-Suchanfragen, Sprachassistenten oder Antwortboxen. Dazu gehören:

•    klar formulierte, kurze Antworten
•    FAQ-Abschnitte
•    Inhalte, die sich direkt an konkreten Fragestellungen orientieren

Dadurch verbessert sich die Chance, in KI-Antworten gelesen zu werden, selbst wenn niemand die Website direkt besucht.

Generative Engine Optimization (GEO) geht noch einen Schritt weiter:
Es bedeutet, Inhalte so zu gestalten, dass sie von generativen KI-Systemen (ChatGPT, Gemini, Perplexity etc.) als vertrauenswürdige Quelle erkannt und in Antworten eingebaut oder zitiert werden. 


Was sollen Schweizer Non-Profit-Organisationen tun?

Wie also können sich Schweizer Non-Profit-Organisationen gegen grössere, internationale Player behaupten und AEO und GEO erfolgreich auf ihren Kanälen umsetzen?

•    Setzen Sie auf Ihre Expertise statt auf globales Branchenwissen. Sie kennen die lokalen Verhältnisse Ihrer Branche am besten. Bereiten Sie dieses Wissen für User:innen auf und werden Sie zur ersten Anlaufstelle für Fragen, die spezifisch den Schweizer Markt betreffen.

•    Schreiben Sie Inhalte so, dass sie Fragen direkt beantworten und für Menschen und KI leicht verständlich sind. Klare Struktur, gute Überschriften und sinnvoll gegliederte Texte helfen KIs, Inhalte in generierte Ergebnisse einzubinden. Nutzen Sie dazu Formate wie FAQs, Listen, Definitionen – das macht Inhalte für AEO attraktiv und für KI-Modelle leichter zu verarbeiten.

•    KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die als vertrauenswürdig und gut belegt erscheinen. Nutzen Sie verlässliche Quellen, bauen Sie relevante Zitate von Fachpersonen, Fachwissen und Daten ein und überprüfen Sie Ihre Inhalte regelmässig auf Aktualität.

•    Auch wenn KI-Antworten wichtig werden, bleibt technisches SEO die Voraussetzung, damit Inhalte überhaupt indexiert und von Systemen verarbeitet werden. Dazu gehören etwa: mobile Darstellung, schnelle Ladezeiten, Sicherheit (HTTPS).